Wichtige Information

GSM / 2G-Abschaltung

Handeln Sie bevor es zu spät ist

Warum Sie jetzt für Ihre Alarmanlage handeln müssen

Die deutschen Mobilfunkanbieter schalten das alte GSM/2G-Netz deutlich früher ab als lange kommuniziert. Der Rückbau läuft bereits, erste Regionen werden stark eingeschränkt und der mobile Übertragungsweg vieler Alarmanlagen wird zunehmend unzuverlässig.

Damit ist klar: GSM ist kein tragfähiger und dauerhaft stabiler Alarmübertragungsweg mehr.

Aktuelle Lage der Netzbetreiber


Vodafone

  • 2025: startet die 2G-Abschaltung bereits regional
  • 2026: bundesweiter Rückbau

Telekom

  • 30.06.2028: finale Abschaltung des Netzes ist offiziell geplant
  • Schon heute: reduktion der 2G-Kapazitäten zugunsten von LTE/5G

O2/Telefónica

  • Laufend: rückbau der Netzinfrastruktur ist bereits aktiv
  • Offen: kein finales Enddatum für die Abschaltung kommuniziert

Was bedeutet die Abschaltung für Ihre Alarmanlage?

Viele Bestandsanlagen übertragen Alarme weiterhin über GSM/GPRS. Wenn dieser Übertragungsweg ausfällt oder unzuverlässig wird, betrifft das direkt:

Die konkreten Risiken für Betreiber:

  • Die Alarmübermittlung: Signale werden blockiert.
  • Die Verbindung zur Leitstelle: Der Kontakt reißt ab.
  • Die VdS-Konformität: Die offizielle Zertifizierung erlischt.
  • Den Versicherungsschutz: Die Betriebsfähigkeit ist gefährdet.

Kurz und deutlich:
Wenn Ihre Anlage noch GSM nutzt, steigt Ihr technisches Risiko ab sofort – nicht erst 2028.

Moderne Alarmübertragung:
Umstieg auf LTE

Die ibs prüft Ihre installierte Technik und beurteilt, ob ein Upgrade auf das LTE-1-Modul möglich ist oder ob ein Gerätetausch (comXline LTE oder hiline1) wirtschaftlich sinnvoller und zukunftssicherer ist.

Vorteile der LTE-Übertragung:

  • Hohe Netzverfügbarkeit: Stabile und schnelle Alarmübertragung.
  • Digitale VdS-Protokolle: Volle Unterstützung von SecurIP, 2465-S2 und Contact-ID.
  • Bessere Gebäudedurchdringung: Zuverlässiges Signal durch LTE und LTE-M.
  • Redundante Wege: Höchste Ausfallsicherheit durch IP und Mobilfunk.
  • Zukunftssichere Plattform: Ein System, das langfristig gepflegt wird.

LTE ist heute der Standard für professionelle Alarmtechnik.

Warum moderne Alarmanlagen einen zweifach unabhängigen Übertragungsweg brauchen

Maximale Sicherheit durch redundante Übertragungswege

Eine moderne Einbruch- oder Überfallmeldeanlage muss heute zwingend einen zweifach unabhängigen Übertragungsweg nutzen. Das ist Stand der Technik nach DIN EN 50136 und Voraussetzung für eine qualifizierte Alarmverifikation nach DIN VDE V 0833-3-1.

Fällt ein Übertragungsweg aus, übernimmt der zweite Kanal den Alarm ohne Verzögerung. Nur so sind eine sichere Alarmübertragung und eine stabile Sicherungskette gewährleistet.

Die typische Kombination:

IP (festnetzgebunden): Bildet die primäre Basis für die tägliche, schnelle digitale Datenübermittlung über Ihren Internetanschluss.

Mobilfunk (LTE/5G): Fungiert als komplett unabhängiger, überwachter Backup-Kanal, falls das Festnetz oder der Router vor Ort ausfallen.

Regulatives Zeitfenster: EU Cyber Resilience Act (CRA)

Der EU Cyber Resilience Act wird ab 11. Dezember 2027 verbindlich angewendet.
Ab diesem Datum gelten Umbauten an sicherheitstechnischen Produkten ohne Herstellerfreigaben als wesentliche Änderung – und sind dann reguliert.

Was bedeutet das konkret für Telenot comXline?

  • Umbauten einer comXline von GSM auf LTE-1 sind nur bis 11.12.2027 zulässig.
  • Das LTE-1-Modul wird ab diesem Datum nicht mehr vertrieben.
  • Die comXline-Serie wird vor bzw. zum CRA-Stichtag aus dem Sortiment genommen.
  • Zukünftige Neuanlagen basieren auf der hiline1-Gerätegeneration.
  • Geräte, die vor dem Stichtag umgebaut wurden, bleiben unter Bestandsschutz.

Damit ist das Zeitfenster sowohl gesetzlich als auch herstellerseitig klar definiert.

Quellen zum CRA

Empfehlung: Umrüstung bis spätestens 2026/2027

Ein später Umbau Ihrer Sicherheitstechnik ist aus mehreren Gründen riskant:

Netzkapazitäten sinken

Vodafone und Telekom reduzieren die GSM-Frequenzen bereits massiv oder bauen diese komplett zurück.

Knappe Ersatzteile

Die benötigten LTE-1-Module und herstellerspezifischen Ersatzteile sind nur bis Ende 2027 verfügbar.

Überlastetes Fachpersonal

Kurz vor den offiziellen Stichtagen wird die Auslastung qualifizierter Techniker extrem stark ansteigen.

Unsere klare Empfehlung für Sie

Planen Sie Ihre Migration frühzeitig – idealerweise noch 2026, spätestens bis Mitte 2027.

  • Bestandsaufnahme vor Ort: präzise Analyse Ihrer installierten Übertragungsgeräte.
  • Technische Bewertung: transparente Abwägung zwischen einem Modul-Upgrade und einem Gerätetausch.
  • Umsetzung der Migration: fachgerechte Montage und Installation der neuen LTE-Komponenten.
  • Leitstellenabgleich: vollständige Parametrierung und anschließender Funktionstest mit der NSL.
  • Vollständige Dokumentation: lückenloser Nachweis für Ihren Versicherungsschutz und die VdS-Konformität.

Damit bleibt Ihre Anlage sicher, stabil und normkonform angebunden.

Check-up zur 2G-Netzabschaltung

Damit Ihre Notrufe und Alarmmeldungen auch nach der Abschaltung sicher ankommen, beraten wir Sie gerne zu notwendigen Upgrades. Nutzen Sie unser Formular für eine schnelle Info-Mail oder einen Experten-Rückruf.

Direkter Kontakt

Wenn es schnell gehen muss oder Sie ein konkretes Anliegen haben, erreichen Sie uns direkt. Unser Expertenteam für Funktechnik beantwortet Ihre Fragen gerne im persönlichen Gespräch.

  • Mo.–Fr. 08:00 – 16:30 Uhr
  • +49 (0) 209 318 38 – 7636

FAQ – Häufig gestellte Fragen zur 2G-Abschaltung und LTE-Umstellung

Warum wird 2G so früh abgeschaltet?

Weil die Netzbetreiber die Frequenzen für LTE und 5G benötigen. GSM verursacht hohen Aufwand bei geringem Nutzen. Vodafone hat offiziell bestätigt, dass 2G bereits ab 2025/2026 deutlich reduziert wird.

Warum ist GSM für Alarmtechnik ein Problem?

Weil die Verbindungen schon jetzt instabil werden. Je weniger 2G-Kapazität vorhanden ist, desto häufiger kommt es zu Abbrüchen – Alarmmeldungen können dadurch verzögert oder gar nicht übertragen werden.

Welche Anlagen sind betroffen?

Alle Geräte mit GSM-Modulen, z. B.:

  • Telenot comXline mit GSM
  • ältere comline-Geräte
  • Fremdfabrikate ohne LTE
Kann meine comXline auf LTE umgebaut werden?

In vielen Fällen ja – mit dem Kommunikationsmodul LTE-1. Die ibs prüft im Einzelfall die Hardwarevoraussetzungen.

Warum endet das Umrüstfenster im Jahr 2027?

Weil der EU Cyber Resilience Act (CRA) ab 11.12.2027 gilt. Ab diesem Datum gelten Umbauten als „wesentliche Änderung“.
Telenot hat bestätigt: LTE-1-Module sind nur bis 2027 verfügbar, danach erfolgt der Umstieg auf hiline1.

Welche Quellen bestätigen diese Angaben?
  • EU-Amtsblatt (CRA)
  • EU-Kommision (CRA-Timeline)
  • Telenot CRA-Vorab-Information
Ist 5G nicht sinnvoller als LTE?

Nein. Alarmtechnik benötigt extrem geringe Datenmengen. 5G bietet hier keinerlei Vorteil. LTE/LTE-M ist stabil, erprobt und für diesen Einsatz optimal.

Wie läuft die Umstellung ab?
  • Die ibs analysiert Ihre Anlage
  • Terminvereinbarung
  • Umsetzung, Parametrierung, Leitstellenabgleich
  • Dokumentation
Wie dringend ist das wirklich?

Sehr.

  • Im Vodafone-Netz wird GSM ab 2025/2026 deutlich eingeschränkt.
  • Bei der Telekom wird GSM bereits zurückgefahren.
  • Das CRA-Stichtagfenster endet verbindlich am 11.12.2027